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Ingolf baute zuvor seinen straßenzugelassenen Toyota Landcruiser Baujahr 1987 um, legte ihn höher und stattete ihn mit einer Winsch und einem Kompressor aus. Am 28. Januar war es dann so weit und Ingolf und Steffi gingen im spanischen Almeria an den Start der Intercontinental Rally 2013, die am 10. Februar im Senegal in Dakar endete.

Von Almeria aus ging es mit der Fähre nach Marokko und weiter bis Taouirit, dann durch die Westsahara über Merzouga, Mhamid und Icht nach Samara. In Boujdour trafen sie wieder auf die Atlantikküste, von dort aus ging es über Dakhla weiter zur mauretanischen Grenze.

Übernachtet wurde zwei Wochen lang im Zelt, entweder auf einem Campingplatz oder in der Nähe eines Hotels. Selbstverpflegung war nicht zwingend nötig, da es am Abend gegen Bezahlung die Möglichkeit gab, eine warme Mahlzeit einzunehmen.

Ingolf und Steffi waren tagsüber auf sich gestellt. Um am Abend das Biwak zu erreichen, mussten sie sich anhand von Koordinaten mittels GPS durch die Westsahara navigieren, deren Weite und Einsamkeit sie ungemein berührte.

Sie passierten die abenteuerliche Grenze nach Mauretanien auf einem unbefestigten Weg, der durch ein fünf Kilometer langes Mienenfeld führt und mit einem normalen PKW kaum zu befahren ist. Über Boulanuar ging es durch Steppe und Savanne ins Landesinnere nach Akjoujt, dann zur Hauptstadt Nouakchott.

Ingolf und Steffi waren beeindruckt vom Stand der Entwicklung, der Armut und des Kinderreichtums Mauretaniens. Ihnen fiel auf, dass Umweltschutz hier ein unverstandenes Fremdwort zu sein scheint.

Offroad überquerten sie die Grenze nach Senegal, die in einem 84 Kilometer langen Naturschutzgebiet liegt.

>In St. Louis angekommen, wurden die beiden Deutschen von Fuerteventura mit dem ersten kühlen Bier seit Rally-Beginn belohnt. Sie befanden sich auf einem Campingplatz unter österreichischer Leitung. Um sicherzustellen, dass es am nächsten Tag auch noch mal ein Bier gab, stellten sie hier ihr Zelt für zwei Nächte auf.

Die letzte Etappe führte durch die Savanne, vorbei an zahlreichen Siedlungen, in denen Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde. Hier war ganz klar ersichtlich, dass nur ein wenig mehr an Wasser den Lebensstandart um ein Vielfaches verbessert.

Am rosa See "Lac Rose" in der Nähe von Dakar endete die Intercontinental Rally 2013, aber das Abenteuer ging weiter.

Ingolf und Steffi fuhren über eine Distanz von 3000 Kilometern zurück bis nach Cueta, der spanischen Enklave in Marokko.

Zwischen der Abfahrt und dem Eintreffen auf Fuerteventura lagen nun vier Wochen und 9000 Kilometer.

Es gab nicht ein ernstes technisches Problem.

"Nichts ist unmöglich!" wurde früher in der Werbung gesagt, und das scheint zu stimmen!